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111 Jahre Gerther SPD

Gerther SPD wird 111 Jahre alt –  ein Rückblick
von Rainer Gans

 

Im letzten Jahr feierte die  Bundes - SPD 150 Jahre Gründungsgeschichte. Viele Aktionen säumten die Straßen und der Name Ferdinand Lassalle und viele andere bis zu Willy Brandt waren in aller Munde. Bislang in diesem Geschichtsrückblick sind jedoch die Gründungsväter und Gründungsmütter der SPD Ortsvereine im Bochumer Norden unerwähnt geblieben. Die SPD im Bochumer Norden wird 111 Jahre alt.  Die SPD Gerthe möchte diese Aufarbeitungslücke schließen mit einer mehrteiligen Serie, die heute ihren Anfang nimmt.  

 


Hof an der Gerther Str.

 

Teil 1: Anfänge einer Arbeiterbewegung in Gerthe und im Bochumer Norden


Hof an der Gerther Str.

Die Verbreitung der Ideen der Arbeiterbewegung ging immer von Industriearbeitern aus den Industriegebieten aus. Gerthe war aber bis zur Mitte des vorletzten Jahrhunderts eine eher ruhige Landgemeinde ohne Industrie.

Die Bauern-  und Gutshöfe entlang der Gerther Straße sind seit dem 9. Jahrhundert nach Christus im Kettenbuch des Klosters Werden aufgezählt. In einer Steuerschätzung der Grafschaft Mark aus dem Jahre 1453 geht hervor, dass fast alle ansässigen Bauern den höchsten Steuersatz zahlen mussten. Noch heute stehen stattliche Gutshöfe um die Gerther Straße, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Gerthe war vor der Industriealisierung um 1850 eine wohlsituierte Landgemeinde.

Ähnlich ging es auch allen Landgemeinden um Gerthe im Bochumer Norden, wie Harpen, Hiltrop und Bergen. Den Rosenberg und Vöde-Abzweig als eigenständige Landgemeinde gab es nicht. Harpen war aufgeteilt in Kirchharpen und Kornharpen. Der Aufstieg  von Gerthe und der anderen Landgemeinden zu ansehnlichen Industriegemeinden begann mit dem Start von Bergbautätigkeiten Mitte des 19. Jahrhunderts.  1856 wurden in Gerthe die Felder Janus und Nelson, 1858 das Feld Montenegro und 1859 das Feld Sanssouci verliehen. 1869 konsolidierten die Felder Janus, Nelson, Montenegro zur Zeche Sadowa und schließlich konsolidierte Sadowa und Sanssouci 1872 zur Zeche Lothringen. Die letzte Schicht auf der Zeche Lothringen wurde 1967 gefahren.

Die Zechenfelder in Gerthe lagen alle nordwestlich vom ehemaligen Dorfkern Gerthes, dort wo heute die Halde von Lothringen ist und zogen sich bis zum jetzigen Standort der Restanlagen der Zeche Lothringen ins Zentrum von Gerthe hinein.

 

 

PDF Download Teil 1

PDF Download Teil 2

Text, Fotos und Bilder : Rainer Gans